Frontier Markets


1998 -2010 galt mein Fokus ausschließlich sogenannten Frontier Markets. Märkte, die kaum jemand verstand, viele ignorierten. Eine ausführliche Beschreibung findet Du in diesem PDF zur Ostinvestor Strategie 1999-2010

Hier habe ich gelernt: Um an den Börsen dieser Welt Geld zu verdienen, muss ich selbst denken. Denn das, was die Vermögensverbrater bei den Banken ihren Kunden als „Emerging Markets“ empfahlen, war bestenfalls Mainstream. Nicht das, was ich wollte. Und nicht dort, wo ich die Chancen sah.

Wie ich angefangen habe:

Mein Schwerpunkt lag im Baltikum – vor allem in Estland.
Warum gerade dort?

  • 1999er Russland-Krise: Der gesamte russische Markt ging in den Keller.

  • Estland erholte sich sehr schnell

  • Die meisten Anleger sahen aber nur „Russland-Risiko“ und blieben draussen.

  • Ich sah niedrige Bewertung + solides Fundament + enorme Chance. Bei deutlich geringerem Risiko als in Russland.

Der estnische Index war bereit für eine Explosion. Und genau das tat er: Um mehr als 600% in nur 4 Jahren.
Von 100 im Jahr 2000 auf 600 im Jahr 2005:

Geschickte Titelauswahl durch Fundamentalanalyse liess mein Portfolio den Index deutlich outperformen.

Alle dachten: „Frontier? Zu exotisch.“
Ich dachte: Unentdeckte Chancen = Alpha pur.

Später zog ich weiter in andere Frontier-Märkte. Mit Resultaten, die viele Investments in Industrieländern alt aussehen liessen. Zunächst an die Börse Bulgarien. Der dortige Gesamtmarkt legte rasanter als Estland zu. Der Index SOFIX stieg von 150 auf über 1.900 im Jahr 2007. Also mal eben 1260% in 5 Jahren. Mein Depot konnte auch hier dank eigener Fundamentalanalyse und geschickter Titelauswahl deutlich stärker zulegen.

Ab 2004 investierte ich auch an der Börse in der Ukraine. Die einen noch rasanteren Kursanstieg hinlegte als zuvor Estland & Bulgarien.

Auch hier das gleiche Bild:

  • Extrem günstige Bewertungen
  • Massive Gewinnsteigerungen der Unternehmen – bei stagnierendem Aktienkurs. Denn:
  • Nur wenige Investoren zeigten Anfangs Interesse. Das grosse Geld, das Interesse ausländischer Investoren kam erst als die Kurse um 1.000% und mehr gestiegen waren.
    Wächst ein Unternehmen rasant & die Aktie ist billig, will sie keiner haben. Es sei denn, man denkt selbst. Und das tat ich.

Georgien, Kasachstan, Usbekistan usw.

In diese Märkte investierte ich meine Gewinne und konnte eine ähnliche Performance hinlegen: Mehrere 100% pro Jahr waren Standard – nicht die Ausnahme.

Warum Frontier funktioniert(e):
  1. Kein Überfluss an Kapital → Extreme Unterbewertungen.
  2. Frühe zyklische Erholung → Marktaufwärtsbewegungen, bevor „alle“ es bemerkten.
  3. Massive Ignoranz der Mehrheit → Fehlbewertungen = Chancen.

Da ich mein Depot öffentlich machte, griffen diverse Finanzzeitschriften sukzessive meine Performance auf und veröffentlichten Interviews mit oder Gatsbeiträge zu den einzelnen Märkten von mir. Der Link führt zu einer Auswahl:

Aber: Die Welt verändert sich

Nach der Subprime-Krise 2008/09 änderten sich die Chance/Risikoprofile dieser Märkte.

Und ich tat, was jeder ernsthafte Trader macht:
👉 Strategie anpassen, wenn sich die Fakten ändern.

Was danach kam

Seit 2010 ist meine Methode primär:

✅ Technische Analyse

Mithilfe der Chartanalyse und einem selbstentwickeltem Indikator-System trade ich die grossen Märkte wie USA, Japan, China, Europa und Rohstoffe.

✅ Sentiment-Analyse

Sie zeigt mir, wie Marktteilnehmer wirklich denken und handeln. Für mich ein zwingender Bestandteil und wichtiger als die Chartanalyse. Die Sentimentanalyse liess mich auch 2011 die ersten BitCoins kaufen.

All das geht vom Schreibtisch aus – ich muss nicht mehr dauernd reisen um Infos zu sammeln. Zwar reise ich auch heute noch gern – aber nur aus Lust, nicht aus Informationszwang. Das Internet liefert genug.

Stefan Laxhuber

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