Während die breite Masse noch an die unerschütterliche Macht des US-Dollars glaubt, schaffen Zentralbanken und die geopolitische Elite längst Fakten. Die De-Dollarisierung läuft bereits auf Hochtouren.
Der US-Dollar dankt ab.
Gold überholt US-Treasuries in den Währungsreserven
Gold hat mittlerweile alle anderen Währungsreserven überholt. Die globalen Reserven bestehen aktuell zu 27 % aus Gold, während US-Staatsanleihen auf 22 % und der Euro auf 15 % abgerutscht sind.Weltweit verlieren Zentralbanken schrittweise das Vertrauen in Fiat-Währungen und insbesondere in die langfristige Werthaltigkeit von US- Schuldtitel. Gold wird wieder stärker als echtes Reservevermögen betrachtet.
Das ist ein gigantischer geopolitischer Shift und der unübersehbare Beweis für die laufende Entdollarisierung. Das geschieht aber nicht über Nacht.
Zur Klarstellung:
Obige Grafik vergleicht US-Staatsanleihen. Nicht den US$ als Devise. Die oben erwähnten 27 % bei Gold beziehen sich auf den Marktwert von Gold innerhalb der gesamten offiziellen Reserven, also eine andere Bezugsgröße. Noch bleibt der US-Dollar mit großem Abstand die wichtigste internationale Reservewährung. Noch – aber auch hier ist die Tendenz eindeutig:
Basel III – Der Ritterschlag: Nahezu unbeachtet von der Öffentlichkeit wurde Gold im Rahmen der Basel III-Richtlinien hochgestuft. Konkret: physisches, allocated Gold erhält eine Risikogewichtung von 0 %. Damit wird physisches Gold von den institutionellen Akteuren exakt auf dieselbe Risikostufe wie Bargeld und erstklassige Staatsanleihen gestellt.
Der verzweifelte Bilanztrick der US-Regierung: Die USA geben Geld aus als gäbe es kein Morgen und ersticken in ihren eigenen Zinslasten. Ein möglicher Rettungsanker, der hinter verschlossenen Türen diskutiert wird: Die US-Goldreserven (ca. 261,5 Millionen Unzen) werden in den Bilanzen seit 1973 absurd niedrig mit 42,22 USD pro Unze bewertet. Eine buchhalterische Neubewertung zum aktuellen Marktpreis könnte der US-Bilanz aus dem Nichts 1,13 Billionen US-Dollar hinzufügen. Das wäre ein reiner Taschenspielertrick – ein verzweifelter, kurzfristiger Befreiungsschlag, um der Welt weiterhin neue Staatsanleihen aufzwingen zu können.
Gold reagiert nicht mehr primär auf Inflation im klassischen Sinne, sondern auf die Frage:
Wie viel Vertrauen besteht noch darin, dass nominale staatliche Forderungen ihren realen Wert behalten? Die 1. Grafik oben zeigt glasklar: Das weltweite Vertrauen in US Staatsanleihen sinkt rapide. Die Nachfrage nach Gold steigt.
Die Zerstörung der Kaufkraft:
Die globale Geldmenge wächst jährlich um 7 %, während allein die USA jedes Jahr unfassbare 2 Billionen US-Dollar an neuen Schulden aufnehmen. Der wahre Wert des Goldes darf nicht isoliert in nominalen Fiat-Währungen betrachtet werden. Man muss ihn ins Verhältnis zur gesamten M2-Geldmenge setzen:
Zieht man den Goldpreis im Verhältnis zur totalen Geldmenge heran, zeigt sich ein explosives Nachholpotenzial. Um das gleiche relative Bewertungsniveau (Gold zu M2) wie beim historischen Gold-Höchststand im Jahr 1980 zu erreichen, müsste der Goldpreis von seinem aktuellen Level aus um über 200 % steigen:
Die Frage lautet nicht:
Wie viel US$ kostet eine Unze Gold?
sondern:
Welchen Anteil an der gesamten Geldmenge repräsentierte eine Unze Gold?
Das ist ökonomisch erheblich sinnvoller, wenn man sehr lange Zeiträume vergleichen will.
Zusammenfassung:
Auf absehbare Zeit dürfte der US$ seine Rolle als wichtigste Handels-, Finanzierungs- und Reservewährung behalten. Gleichzeitig aber verliert er schrittweise sein Monopol als globaler Wertspeicher. Zentralbanken ersetzen Dollarreserven dabei nicht durch eine andere Währung. Sondern durch Gold.
Gold hat gegenüber Staatsanleihen einen entscheidenden geopolitischen Vorteil: Es ist die Forderung gegen niemanden.
BitCoin wäre eine Alternative – aber nicht für Staaten. Sondern für eine freie, libertäre Gesellschaft. Die ein freies nicht manipulierbares Geldsystem bevorzugt. Damit aber ist unsere Gesellschaft überfordert: Die breite Masse betet brav alles nach was von oben kommt, folgt blind ergeben dem betreuten Denken. Damit fehlt jegliche Grundlage, die aktuelle Absurdität auch nur wahrzunehmen. Ich zumindest habe den Glauben daran verloren, wie hier geschildert.
Und meine provokante Kurzfassung:
Das Fiat-Geldsystem steht mit dem Rücken zur Wand. Während der Dollar durch hemmungslose Schuldenpolitik systematisch entwertet wird, bringt sich das „Smart Money“ längst in Sicherheit. Physisches Gold ist nicht mehr nur ein „sicherer Hafen“ für schlechte Zeiten – es formiert sich gerade vor unser aller Augen zur Basis des zukünftigen Finanzsystems.
Preisfrage:
Ok, ich habe keinen Preis ausgelobt. Sollte ich vielleicht tun. Schliesslich warte ich seit Jahren darauf, dass mir jemand die Frage zu Brasilien und dem Platinpreis [hier] beantwortet.
Welcher Frontier Market profitiert massiv von einem steigenden Goldpreis?
Und zwar so massiv, dass bereits ein 10%iger Anstieg des Goldpreises zu einem Anstieg der Währungsreserven von 4,4% des gesamten BIP führen wird? Ein Tipp: Dieses Land hält rund 90% seiner Währungsreserven nur in Gold. Seine Währung wertet aufgrund der starken Golddeckung gegen den USD auf.
Von welchem hier bereits präsentierten Frontier Market spreche ich?
Und welcher Frontier Market hat deswegen einen besonders hohen Anteil in meinem Langfrist-Portfolio?




